Presse
New York Cadence Magazine vom Januar 2012. (zum Vergrößern klicken)
"Spannend wurde es mit dem Trio Krassport. Die jungen Musiker (...) präsentierten das neue Programm, eine dekonstruierte, jazzige Version der spätromantischen Orchestersuite „The Planets“ von Gustav Holst. Teilweise frei improvisiert, teilweise festgelegt, zeigte das Trio Kommunikation auf höchstem Niveau. Lautstarke Klanggewitter wechselten sich mit sparsamsten Tontropfen im Pianissimo ab: das Publikum lauschte trotz der fortgeschrittenen Stunde neugierig und hochkonzentriert. Das Ergebnis kann man Jazz nennen, das die klassische Herangehensweise des Originals nicht vergisst. Auf jeden Fall hochgradig kreativ."
Saarbrücker Zeitung, 03.01.12
"Eine Klavierimprovisation von Manuel Krass folgt, bei der die Grenzen zwischen freier Improvisation und Jazz weiter verwischen - einer der spannendsten Augenblicke in dem Arrangement "Music for Symphony and Jazz Band" von Daniel Schnyder."
Saarbrücker Zeitung, 10.11.11
"Fast eins mit seinem Instrument wurde Manuel Krass am E-Piano. Mit seiner differenzierten Anschlagskultur und der Fähigkeit, die Töne zu beseelen, faszinierte er immer wieder aufs Neue."
Rheinpfalz, 13.09.11
F.A.Z. vom 21.04.11. (Zum Vergrößern klicken)
"Als letzter im Durchgang, hat die Gruppe Krassport aus Saarbrücken den Unterschied gemacht (großer Preis und Publikumspreis, die zum zweiten Mal in Folge in Avignon an die gleiche Band gehen), durch Energie, Findigkeit und Humor. Am Ende eines kurzen und verwüstenden Stückes, bei dem „I Mean You“ von Theolonious Monk sich in eine Vielzahl von Splittern, reflektiert durch ein sich schnell drehendes Kaleidoskop, zu zerstreuen schien, erklärte der Pianist Manuel Krass in abgelesenem, aber perfekten Französisch und voll Humor, dass sich Krassport das Ziel gesetzt hat, aus Standards neue Formen zu kreieren; in dem vergangenen Stück wären 40 % des Originals geblieben, und bei „Caravan“, das nun gespielt würde, blieben nur noch 0 %. Eine wahre Gruppenmusik, bis ins Letzte ausgearbeitet trotz der sichtlichen Spontaneität, mit außergewöhnlichem Elan vorgetragen, lebhafte und bündige Formen, eine Virtuosität, die nicht angibt (im Gegenteil sehr oft zurückhaltend ist) und Ideen en Masse, nicht ohne an Frank Zappa zu erinnern, aber von Musikern, bei denen man nicht überrascht ist, wenn sie außerhalb des Konzertes von Tim Berne, Marc Ducret und Tom Rainey sprechen."
www.jazzmagazine.com,
"Saarbrücken. Vor wenigen Monaten war er noch eine unbekannte Größe. Jetzt kennen viele Jazzfans an der Saar den Pianisten, Multiinstrumentalisten und Komponisten Manuel Krass, Gewinner des diesjährigen Jazzförderpreises St. Ingbert. Beim Internationalen Festival in der Alten Schmelz hatten Krass und sein Trio „Krassport“ kürzlich ihren Preisträger-Auftritt. Nach dem regionalen Erfolg zieht es das ebenso selbstbewusste wie vielseitige junge Talent auf „die (großen) Bühnen dieser Welt“. Der 1988 geborene Krass entstammt einer musikalischen Saarbrücker Familie. Als man ihn im zarten Alter von drei nicht an die Instrumente seines Vaters, eines studierten Klarinettisten, ließ, belagerte er kurzerhand das Klavier. Heute spielt der Student („Jazz und aktuelle Musik“) von Blue-note-Ressortchef Georg Ruby an der Hochschule für Musik Saar (HfM) darüber hinaus auch Schlagzeug und Bassposaune (Wahlfachstudium) - letztere wird er bald in der HfM-Bigband blasen. „Ich finde es sehr wichtig, sich mit vielen Instrumenten auseinander zu setzen“, sagt Krass, „sowohl Band-Leitung als auch Komponieren und Arrangieren profitieren enorm davon“. Abwechslung und Lernfreude sind Trumpf: „Grundsätzlich höre ich alles, was eine musikalische Sprache spricht, die ich noch nicht verstehe“ . Im Jazzsektor mag Krass “hauptsächlich moderne Sachen“ von Ornette Coleman über Dave Holland bis Carla Bley Bigband und Pianisten wie Thelonious Monk, Alex von Schlippenbach bis Jasper van't Hof. Im Klassikgenre (Krass erhielt zunächst klassischen Klavierunterricht ua. bei Uwe Brandt) liegen Vorlieben etwa bei Bach, Beethoven, Richard Strauss, den Expressionisten, Strawinsky und John Cage. Und sogar im deutschen Hip-Hop entdeckt Krass „tolle Sachen“. Unter seinen eigenen Projekten genießt „Krassport“ Vorrang, ein „experimentelles Trio ohne Klavier-Leitwolf und ohne Bass“ mit Johannes Schmitz (Gitarre) und Daniel "D-Flat" Weber (Schlagzeug) – hier kann er seine „Vorstellung von abstrakten Konzepten verwirklichen“. Im Oktober soll die erste Krassport-CD bei Rubys bekanntem Kölner Label JazzHausMusik erscheinen. Als weitere Projekte nennt Krass ein Trio mit Christof Thewes, bei dem er auch Orgel und Synthesizer bedient, eine Multimedia-Show für Kinder in Frankreich, verschiedene Duos und eine Band „mit souligen Eigenkompositionen“. Außerdem erfüllt Krass Lehraufträge an VHS und HfM. Lob für das Saarland: „Die Musikszene ist sehr weit gefächert, von vielem ist viel da“. Schade sei freilich, dass Rock und Jazz „weniger vernetzt sind, als sie es sein könnten – auch die Vernetzung nach Frankreich könnte besser sein“. Zukunftspläne? Manuel Krass will seine Vielseitigkeit weiter ausbauen, die „Fühler in alle möglichen Richtungen ausstrecken“ und wünscht sich: „Die Selbstverwirklichung künstlerischer Art sollte möglichst genauso reibungslos vonstatten gehen wie bisher – der Rest ist Arbeit und Warten". uhr"
Saarbrücker Zeitung, 07.04.2010
"Früher galt die Faustregel, dass ein Musik mit zunehmendem Alter und Erfahrung erst echte Meisterschaft erlangt. Heute erstaunt das Phänomen, dass bereits ganz junge Virtuosen nicht nur durch ihr Talent, sondern auch ihr technisches Können das Publikum beeindrucken. So erging es auch der Jury des Jazzförderpreises St. Ingbert. Die Wahl fiel auf den Saarbrücker Pianisten Manuel Krass (21) mit seiner Formation „Krassport". Das Votum der Jury begründet sich auf die Rolle von Krass sowohl als Komponist als auch als Instrumentalist und Arrangeur. „In selten gehörter Art und Weise versteht es der Künstler, die Möglichkeiten des Pianos in einer filigranen Art und Weise auszuloten", so die Begründung der Jury. „Einerseits in der Tradition großer Vorbilder, andererseits aber im Bestreben, Neues zu entwickeln".
Und noch ein drittes Argument bewog die Jury zu ihrer Entscheidung: es macht einfach Spaß, der Musik von Manuel Krass zuzuhören, sich in den Weiten seiner Klangphantasien zu verlieren. Besonders überzeugte der Pianist zusammen mit seinem Trio „Krassport", bei dem Johannes Schmitz (Gitarre) und Drummer Daniel „D-Flat" Weber Mitglied sind.
Der Jazzförderpreis St. Ingbert ist mit einem Preisgeld von 3000 Euro und einem Auftritt beim Internationalen Jazz Festival am 21. März im Kulturzentrum Alte Schmelz verbunden. red./jj"
Wochenspiegel, 22.12.09
"Schluss mit behaglichem Eingrooven machte zum abschließenden Höhepunkt die [...] Formation "Krassport" aus Saarbrücken. Manuel Krass, Pianist, Komponist und Arrangeur, Johannes Schmitz (Gitarre) und Daniel Weber (Schlagzeug) mischten den Saal mit bis zur Unkenntlichkeit rekomponierten Stücken von Thelonious Monk, Eddie Harris oder Bernie Miller auf. Viel begeisterten Applaus gab es für ihre witzigen, erfrischenden, wilden und mutigen Soundexperimente, die Instrumenten wie Ohren einiges abverlangten."
Trierischer Volksfreund, 12.10.09
"Die stimmigen Zutaten einer temporeichen Stunde waren Alisa Kleins kultivierter Posaunenton, Manuel Krass' (nun E-Piano) explosive Tastenmanöver, Felix Huberts energische Kontrabass-Akzente und die stürmische Schlagzeugarbeit Florian Schneiders [...]. Die begeisterten Zuhörer erklatschten Zugaben."
Saarbrücker Zeitung 21.04.08
Manuel Krass

